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Das Werk


Der Weg durchs Feuer

Der über die Schiene und der Straße antransportierte Müll wird an der Entladestation in den Müllbunker gekippt. Mit großen Greifern wird er in die Aufgabetrichter gefüllt. Von dort aus kommt der Müll in eine der vier Ofenlinien.

Bei Temperaturen zwischen 850° und 1000°C wird der Müll über ein Gegenlauf-Überschubrost-System in knapp zwei Stunden durch den Feuerraum gewälzt und verbrennt dabei. Der Heizwert des Mülls ist dabei so hoch, dass der Brennvorgang ohne Zusatzbrennstoffe auskommt. Lediglich zum Aufheizen des Ofens ist leichtes Heizöl erforderlich. In der Ofenlinie 4 werden 23 Tonnen Müll, in den Ofenlinien 1-3 je 13,5 Tonnen Müll pro Stunde verbrannt. Die anfallende Schlacke wird über einen Nassentschlacker abgekühlt. Durch ein Förderband wird sie zum Schlackebunker abtransportiert. Mit einer Magnettrommel werden die Eisenteile aus der Schlacke abgetrennt.


Der Eisenschrott wird in der Stahlindustrie wiederverwertet. Die verbleibende Schlacke wird nach der Aufbereitung in der Deponie Mathiasgrube abgelagert. Sickerwasser wird dort in einer modernen Sickerwasserbehandlungsanlage gereinigt. Die Restschlacke entspricht etwa einem Zehntel des ursprünglichen Müllvolumens. Mit der bei der Verbrennung gewonnenen Wärmeenergie wird im Kessel Dampf erzeugt. Ein Teil wird als Prozessdampf an benachbarte Industriebetriebe abgegeben. Über drei Turbinen wird elektrische Energie gewonnen und ins öffentliche Netz eingespeist.



Seit 1996 versorgt das Müllkraftwerk auch das Fernwärmenetz der Städtischen Wasser- und Fernwärmeversorgung Schwandorf mit Fernwärme. Deren Nutzung spart Primärenergie ein, vermindert Emissionen und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz.